+ Onkologie

Ernährung in der onkologischen Therapie.

Tumorerkrankungen und deren Therapie verändern Appetit, Geschmack, Verdauung und Proteinstoffwechsel. Früh erkannt und gezielt supplementiert, verbessert adäquate klinische Ernährung Therapietoleranz, Wundheilung und Lebensqualität.

35%
Prävalenz Mangelernährung bei onkologischer Hospitalisation
Primärquelle Álvarez Hernández J, et al. Prevalence and costs of malnutrition in hospitalized patients; the PREDyCES Study. Nutr Hosp 2012;27(4):1049-1059.
PREDyCES hat 1707 Patient:innen in 31 spanischen Spitälern erfasst. Die onkologische Subpopulation zeigt konsistent die höchste Prävalenz nach Über-70-Jährigen.
+ Klinischer Kontext

Warum FSMP in der Onkologie indiziert ist.

Chemotherapie, Radiatio und Immuntherapie führen häufig zu Mukositis, Geschmacksveränderung (Dysgeusie), Übelkeit und Appetitlosigkeit. Gleichzeitig steigt der Proteinbedarf durch Tumorkatabolismus und systemische Inflammation auf 1.2 bis 1.5 g/kg KG pro Tag, in Einzelfällen darüber.

Prähabilitation vor grösseren onkologischen Eingriffen verbessert postoperative Outcomes messbar: reduzierte Wundheilungsstörungen, kürzere Liegedauer, weniger Re-Hospitalisationen. FSMP-Trinknahrung kompensiert reduzierte orale Aufnahme, wenn die orale Zufuhr unter 60 bis 75 Prozent des Bedarfs fällt.

Besondere Anforderungen: Geschmacksveränderung macht klassische Milchnoten oft aversiv. Kalte, neutral-süsse Konsistenzen werden signifikant besser toleriert. Mukositis verlangt weiche, nicht-abrasive, nicht-saure Zubereitungen. Eine EPA/DHA-Anreicherung kann bei kachektischer Progression additiven Nutzen bieten.

+ Screening

NRS-2002 als Standard in der Onkologie.

Nutritional Risk Screening 2002 ist ESPEN-empfohlen für hospitalisierte Patient:innen und in den ersten 24 Stunden der stationären Aufnahme durchzuführen.

NRS-2002

Zweistufiges Instrument: initiales Screening mit vier Basisfragen zu BMI, Gewichtsverlust, reduzierter Nahrungsaufnahme und Schweregrad der Erkrankung. Bei positivem Vor-Screening folgt die detaillierte Risikobeurteilung.

Kondrup J, et al. Nutritional risk screening (NRS 2002): a new method based on an analysis of controlled clinical trials. Clin Nutr 2003;22(3):321-336.

+ Produktempfehlung

Protein Glace als erste Wahl.

Warum Protein Glace in der Onkologie

  • Kalte Konsistenz neutralisiert Geschmacksveränderung und reduziert Übelkeitsempfindung.
  • Weich und nicht-abrasiv: tolerabel bei Mukositis und oraler Entzündung.
  • Kompakte Proteindichte für reduzierte Portionsgrösse bei Appetitlosigkeit.
  • Süsse sensorische Prägung als Brücke zu Essen, wenn herzhafte Noten aversiv sind.
  • Optional mit EPA/DHA-Anreicherung bei kachektischer Progression.
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FSMP Protein Glace
+ Für Patient:innen und Angehörige

Infosheet zum Weitergeben.

PDF mit Alltagstipps zu Geschmacksveränderung, praktischen Ideen für kleine Portionen und einer verständlichen Einordnung, warum klinische Ernährung Teil der Therapie ist. Zum Ausdrucken und Mitgeben.

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