Ernährung im akuten Setting.
Frühe enterale Ernährung, individualisierte Kalorien- und Proteinzufuhr und konsequentes Refeeding-Management bestimmen das Outcome im akuten Spitalsetting messbar mit. Der EFFORT-Trial hat die Evidenz für individualisierte Ernährungstherapie auf ein neues Niveau gehoben.
Akutphase, Erholung, Rekonvaleszenz.
Auf der Intensivstation gelten Ernährungsziele dynamisch: Akutphase (Tag 1 bis 2) mit hypokalorischer Strategie zur Vermeidung einer Überernährung, ab Tag 3 bis 7 schrittweise Steigerung auf Zielzufuhr. Indirekte Kalorimetrie bleibt der Standard zur Bedarfsermittlung, wo verfügbar.
Frühe enterale Ernährung innerhalb 24 bis 48 Stunden wird von ESPEN und SCCM empfohlen, sofern hämodynamisch toleriert. Refeeding-Syndrom-Management verlangt schrittweisen Kostaufbau, Phosphat-, Kalium- und Magnesium-Monitoring und Thiamin-Substitution.
Perioperative Prähabilitation vor grossen Eingriffen verbessert Outcomes, insbesondere bei onkologischen und kardiochirurgischen Patient:innen. In dieser Phase ist FSMP-Trinknahrung besonders sinnvoll: ambulant einsetzbar, gut akzeptiert, proteinanreichernd ohne Volumenbelastung. Während der akuten ICU-Phase werden Patient:innen meist enteral oder parenteral ernährt, FSMP-Trinknahrung kommt in der Rekonvaleszenzphase zum Einsatz.
NRS-2002 plus NUTRIC-Score.
NRS-2002 in den ersten 24 Stunden der Hospitalisation, NUTRIC-Score zur Risikostratifizierung auf der ICU. Kombination gibt ein belastbares Bild des Ernährungsrisikos im akuten Setting.
NRS-2002 und NUTRIC
NRS-2002: zweistufiges Screening für hospitalisierte Patient:innen. NUTRIC-Score: spezifisch für Intensivpatient:innen, berücksichtigt Alter, APACHE II, SOFA, Komorbiditäten und Tage seit Hospitalisation. Ein Score von 5 oder höher kennzeichnet hohes Ernährungsrisiko mit Outcome-Relevanz.
Kondrup J, et al. NRS 2002. Clin Nutr 2003;22(3):321-336. | Heyland DK, et al. Identifying critically ill patients who benefit the most from nutrition therapy: the development and initial validation of a novel risk assessment tool. Crit Care 2011;15(6):R268.
Kontextabhängig: perioperativ und rekonvaleszent.
Einsatz in der perioperativen Phase und Rekonvaleszenz
- Auf der ICU-Akutphase: enterale oder parenterale Ernährung durch das Behandlungsteam, FSMP-Trinknahrung kommt später.
- Prähabilitation vor geplanten Eingriffen: Protein Energy MINI für hochproteinreiche Anreicherung bei geringem Volumen.
- Rekonvaleszenz nach ICU-Entlassung: Protein Glace oder Protein Energy MINI, je nach Appetit, Schluckfunktion und sensorischer Akzeptanz.
- Refeeding-Risiko: Kostaufbau immer schrittweise und unter Elektrolyt-Monitoring.
Hinweis: In der perioperativen Phase verbessert frühzeitige Proteinanreicherung Wundheilung und Rekonvaleszenz. Die konkrete Produktempfehlung richtet sich nach Eingriff, Schluckfunktion und Bedarf und erfolgt in Abstimmung mit der Ernährungsberatung.
Produkt-Specs ansehenInfosheet für Rekonvaleszenz zuhause.
PDF mit Orientierung zur Ernährung in der Rekonvaleszenzphase nach Spitalaufenthalt: warum Proteinbedarf erhöht bleibt, wie Mahlzeiten strukturiert werden und welche Anzeichen eine erneute Konsultation nötig machen.
Nächster Schritt.
Muster für die perioperative Phase bestellen oder die zugrundeliegenden Studien einsehen.